Handwerkergilde Alt-Brettheim feiert 20-jähriges Jubiläum
 Handwerkergilde Alt-Brettheim feiert 20-jähriges Jubiläum

Verein

Die Handwerkergilde Alt Brettheim wurde von den Gründungsmitgliedern Helga und Herbert Meindl, Michael Maurer und Frank Dittes im November 1998 mit dem Ziel "Tradition und Brauchtum des Handwerks zu pflegen"* und alljährlich auf dem Peter & Paul Fest und bei anderen Anlässen darzustellen und "Einblicke in das mittelalterliche Handwerk"* zu geben, gegründet. (*Zitate aus unserem Statut)
 

Die Gruppe hat z. Z. neun aktive Mitglieder und stellt folgende mittelalterliche Berufe (Zünfte) dar:

  • Küfer
  • Stuhl- und Sonnenflechter
  • Korbflechter
 

Die Handwerkergilde Alt Brettheim versteht sich selbst als gemeinnütziger Verein, mit dem Ziel, alte Handwerkskünste auszuüben und durch die Darstellung auf historischen Festen einem breiten Publikum zugänglich zu machen.

 

 

 

 

Vereinstagebuch

Mittelalterliches Spectaculum Oberwesel an Pfingsten (7. - 9. Juni 2014)

Seit über 30 Jahren gehört das Mittelalterliche Spectaculum in Oberwesel zu den bekanntesten Festen dieser Art in Deutschland.
Es ist wegen seiner Authenzität und dem leidenschaftlichen Engagement aller Beteiligten weit über die regionalen Grenzen hinaus bekannt und genießt überregionale Anerkennung.

 

Die Handwerkergilde war auch dieses Jahr wieder dabei. Am Pfingstwochenende zeigten wir Stuhl- und Korbflechterhandwerk sowie mittelalterliche Küferei dem interessierten Publikum dieses fasziniereneden Festes.

 

 

Arbeitseinsätze am 31.05.2014 und 21.06.2014:        Streichen des Küferwagens

Unser Küferwagen erhielt einen neuen Anstrich. Mit der tannengrünen Grundfarbe folgen wir der Tradition: Der Wagen fuhr bei seinem ersten Peter-und-Paul-Festumzug Anfang der 50er jahre ebenfalls mit einem grünen Anstrich durch die Brettener Altstadt.
Für die Speichen und das Bremsgeschirr in schwedenrot haben wir zwar keine entsprechende historische Begründung - wir fanden einfach, dass es gut aussieht!
Sie können sich aber selbst ein Bild davon machen: beim Festumzug am 6. Juli in Bretten (wir sind die Nummer 10).

 

Arbeitseinsatz der Küfergruppe am 29.03.2014

Bei einem Arbeitseinsatz hat die Küfergruppe aus Dauben, die im letzten Jahr im Rahmen unserer Berufsdarstellung gefügt wurden, einen 15-Liter-Kübel fertiggestellt und zwei weitere Kübel in verschiedenen Größen teilmontiert. Hier fehlen nur noch die Böden und der "Feinschliff".

Peter- und Paulfest 2013

Zeitungsartikel zum 15-jährigen Jubiläum der Handwerkergilde Alt-Brettheim

Die Handwerkergilde Alt-Brettheim wurde im November 1998 mit dem Ziel„Tradition und Brauchtum des Handwerks zu pflegen“   und „Eindrücke in das mittelalterlich Handwerk zu geben“   gegründet. Bei der Gründung hatte der Verein nur vier Mitglieder und stellte den Beruf des Küfers dar. Unterstützt wurde der Verein damals durch den Küfermeister Herrn Fix, der leider inzwischen verstorben ist. Von ihm lernte die Handwerkergilde wie nach einem Model aus normalen Holzlatten Dauben entstehen und gefügt werden. Viele einzelne dieser Dauben ergeben zusammen, je nach Model einen Kübel oder ein Fass. Dann muss nur noch mit dem Gargel oder Kimmhobel die Nut in den Fassboden geschnitten werden. Der Endhobel dient dazu die Fassung kreisrund zu machen und den Boden einzupassen. So sind im Laufe der Jahre sehr schöne und praktische Kübel entstanden. In den Jahren 2005 bis 2011 wurde die Gruppe auch unterstützt durch den Küfermeister Herrn Markheißer aus Hilsbach. Durch sein Wirken wurde dem Publikum gezeigt wie ein Fass entsteht. 
Seit 2001 stellt die Handwerkergilde den Beruf des Stuhl- und Sonnenflechtens dar. Das Material für die Reparaturen der Stühle wird aus der Innenrinde der tropischen Rattanpalme gewonnen. Es gibt verschiedene Arten von Geflechten, wobei das gängigste und strapazierfähigste  das Sechsschrittmuster oder Wiener Geflecht.  Die Flechter haben auch Ausstellungsstücke vom Sternengeflecht oder einer großen Halbsonne in mühevoller filigraner Handarbeit hergestellt.
Der Verein vergrößerte sich und zählt inzwischen 15 Mitglieder. Aufgefallen durch die authentische Darstellung blieben die Einladungen zu anderen mittelalterlichen Festen nicht aus und mit jedem Auswärtsauftritt ist meist eine lustige Geschichte verbunden.
Eine der ersten Einladungen kam aus Bad Münster am Stein. Leider hat es damals so geregnet, dass uns das Wasser durch die Schuhe lief und als wir bei den Ritterspielen zuschauen wollten, sind wir im Schlamm eingesunken. Das Gegenteil dazu war das Stadtfest in Rauenberg. Wir hatten einen Standplatz in der prallen Sonne zwei Tage bei 38 Grad. Das Ergebnis war dass 8 Mitglieder einen Sonnenstich hatten, aber ohne bleibende Schäden. In positiver Erinnerung blieb Staufen. Die Stuhlflechter mussten an diesem Wochenende so viel erklären, dass die Stimme versagte. Zu den Höhepunkten gehörte auch der Auftritt in der ehemaligen Benediktinerabtei Seligenstadt zu Zunft und Handwerkermarkt. Das  größte Event außer dem Peter- und Paul-Fest ist für den Verein der Besuch beim  „Mittelalterlichem Spectaculum“ in Oberwesel.

Mittelaltermarkt in Montabaur (25. und 26. Mai 2013)

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